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Inge Schoeps-lich willkommen bei "Yoga-On - Yoga for EveryBody"
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Bücher - mein erstes Buch "YOGA - Das grosse Prasxisbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene" steht seit langem auf der Bestseller-Liste. Viele weitere Bücher durften folgen.
Videos - zu jedem meiner Bücher gibt es ein Video-Paket, eine schöne, runde Sache zum Offline-Üben. 
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Und vielleicht sehen wir uns bei einem unserer Retreats oder Workshops (wieder). Darauf freuen wir uns! Namaste, deine Inge & das Yoga-On-Team

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Patanjali legt in seinen Sutren den Schwerpunkt ganz klar auf die Funktionsweise des Geistes, sodass rein theoretisch jeder, der sich damit entsprechend auseinandersetzt, die absoluten Meriten des Yoga erfahren kann. Nämlich „einen Zustand von vollkommener Freiheit zu erreichen und darin zu verweilen“ (YS 4.26).  Wer will das nicht - die vollkommene Freiheit!!! Aber wie kommt man da hin?

Im Zusammenhang mit Yoga wird oft die Frage gestellt, ob es sich dabei um eine Religion handelt und ob man nun gläubig sein müsse, um ein echter Yogi zu sein. Ein verwirrendes Thema, dem nicht so leicht auf die Spur zu kommen ist. Durchforsten wir also mal die Yoga-Sutren zu diesem Thema:

Hingabe an eine Göttlichkeit als Weg in die innere Freiheit?

In den Yoga Sutren behandelt Patanjali die Frage der Religion offen und bindet sich an keine bestimmte Glaubensrichtung – wobei es fraglich ist, ob zu dem Zeitpunkt der Niederschrift (plus/minus 200 v.Chr./200 n.Chr.) nicht automatisch der Hinduismus als einzige und daher maßgebliche Religion empfunden wurde. Dennoch nimmt auch Patanjali immer wieder auf die Existenz eines nicht näher definierten Gottes oder einer Göttlichkeit Bezug und beschreibt, dass die Hingabe an eine Göttlichkeit besonders hilfreich, wenn nicht gar notwendig ist, um den Zustand von Yoga - also die vollkommene Freiheit - zu erreichen.

Mit isvarapranidhanadva (YS 1.23) – übersetzt mit „der Hingabe an Gott“ – verspricht Patanjali den direkten und sicheren Weg zur inneren Freiheit, sozusagen der „Aufzug“ zur Glückseligkeit. An dieser Stelle erläutert Desikachar in seinem Buch "Über Freiheit und Meditation" allerdings, dass Patanjali die Hingabe an Gott als nur eine Möglichkeit unter anderen sieht, um zu Klarheit und innerer Gelassenheit zu finden. In den darauf folgenden Sutren 1.24 – 1.29 erkennt Patanjali Gott allerdings als das höchste Wesen, als den Ursprung allen Wissens und als ersten und ewigen Lehrer an. Weiterhin betont er in den Sutren 1.27 – 1.29, wie wichtig eine regelmäßige Anrufung Gottes ist. Wie diese Anrufung aussehen soll, lässt er offen, aber sie sollte in einer Form geschehen, in der sich Gottes Qualitäten für einen am besten wieder spiegeln, um sich diese immer wieder zu vergegenwärtigen. Dank dieser Praxis kann ein Mensch alle Hindernisse aus dem Weg räumen und seine wahre Natur erkennen.

Zudem fordert Patanjali mit tapahsvadhyayesvarapranidhananani kriyayogah (YS 2.1) drei Qualitäten ein, die die Yogapraxis in sich vereinen muss. Hier gibt es also kein Entrinnen, diese drei Qualitäten müssen erfüllt werden, sonst ist der Weg zur inneren Freiheit versperrt. Interessanterweise übersetzt Desikachar hier an dieser Stelle esvarapranidhanani nicht mit "Hingabe an Gott", (obwohl das Sanscrit-Wort  isvarapranidhanadva aus YS 1.23 doch sehr ähnelt), sondern mit „der Akzeptanz unserer Grenzen“.

Auch in den Niyamas (YS 2.32) wird esvarapranidhanani wieder benannt, diesmal übersetzt als „Ehrfurcht gegenüber einer höheren Kraft oder das Annehmen unserer eigenen Begrenztheit im Vergleich zu der Allwissenheit Gottes“.

Ganz klar erkennt Pantanjali also die Existenz eines Gottes oder einer Göttlichkeit an – wie auch immer die geartet sein mag. Und er geht weiter: Gemäß der Übersetzung von Desikachar fordert er Hingabe an und Ehrfurcht vor dieser Göttlichkeit, die er – im Gegensatz zum Menschen – als Allwissend bezeichnet.

Ohne Göttlichkeit keine Freiheit?

All diese Ausführungen verleiten zu dem Gedanken, dass es ohne einen eigenen Glauben und die Hingabe an eine Göttlichkeit doch nicht hinhaut, den Zustand von Yoga zu erreichen. Wie kann man sich die Qualitäten einer Göttlichkeit vergegenwärtigen, wie Ehrfurcht haben oder sich hingeben, wenn kein Glaube an einen Gott oder eine Göttlichkeit vorhanden ist? Auch wenn in verschiedenen Büchern immer wieder frei gestellt wird, das Wort „Göttlichkeit“ sozusagen als Hülse zu betrachten, die jeder selbst mit einer eigenen Vorstellung von Göttlichkeit füllen kann, was auch immer das für den einzelnen bedeutet.

Viele tun sich aber schwer damit, einen „Platzhalter“ zu finden. Liebe bleibt für Liebe, Licht bleibt Licht, Natur bleibt Natur, Evolution bleibt Evolution – und eben keine Göttlichkeit. Erfordert nicht der Glaube an eine Göttlichkeit oder an eine höhere Instanz auch den Glauben daran, dass es einen wie auch immer gearteten Plan gibt, den jemand oder etwas ausführt? Womöglich noch mit Sinn und Zweck? Dass diese höhere Instanz über Mächte und Kräfte verfügt, die in welcher Form auch immer gezielt eingesetzt werden?

Natürlich nimmt das Leben manchmal seltsame  Wendungen und "trifft" Entscheidungen, die außerhalb unserer Macht stehen. Aber bedeutet das, dass es eine wahre Bedeutung dahinter oder gar eine Göttlichkeit dahinter gibt? Das wäre manchmal sicher wünschesnwert, bietet es doch eine wunderbare Erklärung für die Dinge, die ansonsten unerklärlich bleiben.

Kein Fazit!

Es bleiben eine Handvoll unbeantworteter Fragen: Wenn Yoga keine Religion ist, warum sollte die Anerkennung einer Göttlichkeit Voraussetzung sein, um den Zustand von Yoga zu erreichen? Ist jeder, der nicht an ein göttliches Konzept glaubt, ausgeschlossen von den wahren Wonnen des Yoga? Oder sind solche Fragen nur Ausdruck eines der neun Hindernisse, dem übermäßigen Zweifel, der Unklarheit im Geist hervorruft? Oder ist es das Unvermögen, einen weiteren Schritt zu gehen? Oder hat Avidya mal wieder seine Hände im Spiel?Ist ein nicht glaubender Yogi ein schlechter Yogi? Oder überhaupt ein Yogi? Bleibt dem Nicht-Gläubigen die Freiheit der Seele verschlossen? Wollen wir das mal nicht hoffen. Wäre nicht sehr yogisch!

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Dharana, das sechste Glied des achtgliedrigen Pfads nach Patanjali, bezeichnet die Fähigkeit, die eigene Konzentration vollkommen auf einen Gegenstand, ein Tun, eine Frage oder Überlegung auszurichten und dabei zu verweilen. Durch diese Art der Konzentration werden ein tieferes Durchdringen und ein Verständnis des Objektes der Konzentration erst möglich.

 


Die Basis der indischen Kultur bildet ein alles umfassendes Weltgesetz – Dharma (sanskr.: Stütze, Gesetz, Pflicht). Danach hat jeder Mensch eine Bestimmung in seinem Leben zu erfüllen, und es besteht für jeden die Aufgabe, herauszufinden, was in diesem Leben getan werden muss, um der eigenen Natur gerecht zu werden – um Atman, das Göttliche in sich, zu erkennen. Jedes Wesen hat daher seiner Natur entsprechende Rechte, Pflichten, Eigenarten, Grenzen und Fähigkeiten.

Auf dieser Grundannahme basiert auch das indische Kastensystem: Jedes Wesen sucht sich seine Kaste bei Geburt gleichsam aus, denn sie ist das Ergebnis des im vorangegangenen Leben angesammelten Karmas. So kann jeder seine Aufgabe, sein Dharma, im Rahmen seiner Möglichkeiten erfüllen und so sein Karma verbessern, um in einem kommenden Leben in eine höhere Kaste aufzusteigen. Das Ziel ist es, das Selbst (Atman) mit dem Göttlichen oder Brahman zu vereinen und so eines Tages aus dem Rad der ewigen Wiedergeburt aussteigen zu können.

 


In der Meditation (Dhyana), der siebten Stufe des achtgliedrigen Pfads nach Patanjali, entsteht eine Art Wechselwirkung mit dem Objekt der Konzentration. Im Zustand der Meditation werden das subjektiv geprägte Wissen, Denkmuster, Glaubenssätze, Erwartungshaltungen und Emotionen hinter sich gelassen und die Dinge intuitiv so gesehen, wie sie sind. Wie ein Beobachter schaut man auf das, was zuvor als Meditationsgegenstand ausgewählt wurde. Der neutrale Beobachter akzeptiert alles, was er sieht – ohne es zu bewerten und zu beurteilen, ohne eingreifen oder etwas ändern zu wollen.

 


Der Begriff Yoga umfasst neben dem Zustand des Yogas, wenn der Geist zur Ruhe kommt, zugleich auch die Disziplinen, mit Hilfe derer dieser Zustand erreicht werden kann: das Einüben der Körperhaltungen – der sogenannten Asanas –, das kontrollierte Atmen – Pranayama genannt –, Meditation, Chanten, das Lesen alter Schriften ..., um nur einige zu nennen. Je nach persönlicher Disposition und individuellen Vorlieben des Yogis oder der Yogini (der bzw. die Yoga-Übende) können hier unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Doch alle Wege führen zum gleichen Ziel: in die Freiheit.

 


Mit Dvesha, einem der Kleshas, wird eine übertriebene Ablehnung von Dingen, die auf schlechten Erfahrungen oder Vorurteilen basiert. Anstatt einer Situation oder einem Menschen offen gegenüberzustehen, bestimmt Dvesha, in diesem Fall Schubladendenken und negative Gedanken, das Handeln.

 


Der Hatha Yoga geht bei der Betrachtung des Körpers über die rein anatomische Struktur hinaus – und berücksichtigt, dass nicht nur die Ernährung, sondern auch alle Emotionen, Verletzungen, Gedanken und vieles mehr im Körper gespeichert werden und für Verspannungen und Energieblockaden sorgen. Diese Energieblockaden gilt es zu lösen, damit die Lebensenergie frei fließen kann. Hatha Yogis stellen daher Energiearbeit mit dem eigenen Körper in den Vordergrund ihrer Yoga-Praxis.

Aufbau des energetischen Körpers

Der energetische Körper besteht aus Prana (der Lebensenergie), Koshas (den Schichten des Körpers) und Nadis (den Energiekanälen), die Prana im Körper transportieren, sowie aus Chakren, den Energiezentren und Hauptknotenpunkten der Nadis. Schulmedizinisch nachweisbar ist der energetische Körper nicht. Deshalb fällt es vielen Menschen (vor allem im Westen) insbesondere am Anfang schwer, sich die Existenz des energetischen Körpers vorzustellen. Das ist letztlich aber auch gar nicht erforderlich. Um mit der Körperenergie zu arbeiten, genügt den meisten die Vorstellung und Visualisierung von Bildern, die mit dem energetischen Körper verbunden sind, um sich auf bestimmte Stellen im Körper zu konzentrieren und die Energie dorthin zu lenken.

 


In der Hatha Yoga Pradipika finden sich Ernährungsempfehlungen, die auch heute noch Bestand haben. Frisch, leicht verdaulich, maßvoll und abwechslungsreich soll die Ernährung sein: also eine ausgewogene Mischkost, die zudem noch freudig und in Ruhe genossen werden soll. Es gibt kein ausdrückliches Verbot, Fleisch oder Fisch zu essen, allerdings den Hinweis, dies sei für Yogis unpassend. Ob diese Empfehlung auf Ahimsa zurückgeht oder auf die schlichte Tatsache, dass Fleisch schwerer zu verdauen ist als Gemüse, ist allerdings nicht dokumentiert.

Gewaltlosigkeit = Vegetarismus?

Im Zusammenhang mit dem Yama Ahimsa des achtgliedrigen Pfads von Patanjali wird heute unter Yogis vielfach das Thema Vegetarismus angeführt. Vegetarier zu sein, ist für viele Yogis eine Selbstverständlichkeit, aber ob dies ein Muss ist oder nicht, beurteilen Yogis durchaus unterschiedlich. Dennoch wird jeder, der Yoga praktiziert, im Laufe der Zeit ein stärkeres Bewusstsein und auch eine weitgreifendere Rücksichtnahme für alle Lebewesen entwickeln und so zunehmend auf sein Körpergefühl hören, ohne dabei irgendwelchen Dogmen folgen zu müssen.

 


Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit und Stress. Während Gelassenheit den emotionalen Aspekt betont, bezeichnet Besonnenheit die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, also den rationalen Aspekt von innerer Ruhe.

Als aktuelle Bedeutungen werden - jeweils nur - entweder gelassenes Wesen, Ruhe, Gleichmut oder Gottergebenheit angegeben. Gelassenheit als Eigenschaft gelassen zu sein, wird auch durch die Bedeutungen des Adjektivs gelassen näher bestimmt: gelassen heißt (als Adjektiv) "das seelische Gleichgewicht bewahrend; beherrscht, ruhig, gefasst" und "unerschüttert, leidenschaftslos, gleichmütig". Umgangssprachlich kann sich das gelassen sein oder etwas gelassen (hin)nehmen nur auf eine konkrete Situation, auf eine gewohnheitsmäßige innere Einstellung oder Lebenssicht beziehen.

Aufschlussreich sind auch die angegebenen Wörter ähnlicher oder gleicher Bedeutung: Abgeklärtheit, Bedacht, Bedachtsamkeit, Beherrschung, Beschaulichkeit, Besinnlichkeit, Besonnenheit, Dickfelligkeit, Fassung, Gemessenheit, Geduld, Gefasstheit, Gemütsruhe, Gleichgewicht, Gleichmut, Kaltblütigkeit, Kühle, Langmut, Mäßigung, Muße, Ruhe, Seelenruhe, Selbstbeherrschung, Stille, Stoizismus, Überlegenheit, Umsicht, Zurückhaltung. In diesen Synonymen gelangen die zwei Pole des Begriffes zum Ausdruck: Gelassenheit bewegt sich semantisch im Spannungsfeld von wünschenswerter Gemütsruhe und bedenklicher Gleichgültigkeit.

Angesichts der Gefahr, dass Gelassenheit mit Stumpfheit, Trägheit, Gleichgültigkeit oder Fatalismus gleichgesetzt wird oder dazu führen kann, bedarf es einer vernünftigen Begründung und Rechtfertigung der Gelassenheit.

Diese wird (unter anderem) darin gesehen

  • dass es unvernünftig erscheint, an Unverfügbares und Unverrückbares etwas ändern zu wollen (Beispiel: der eigene Tod);
  • dass das Unverfügbare/Unbeeinflussbare nicht grundsätzlich die Möglichkeit eines vernünftigen Lebens berührt.
  • dass Glück nicht planbar ist
  • dass es darum geht, in der Gegenwart zu leben ("das Leben in Gelassenheit ist das Leben in der Gegenwart"

Gelassenheit wird philosophisch traditionell als Selbstlösung und Selbstfindung interpretiert. Ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung ist Upekh - Gleichmut. Gleichmut ist das letzte Element der 4 Brahmaviharas (Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut). Auch in der Yogalehre wird immer wieder auf Gleichmut Bezug genommen.

Quelle: Wikipedia

 


Alles, was Prakriti zugeordnet wird, trägt drei Qualitäten – Gunas – in sich:

  • Sattva ist gekennzeichnet durch Leichtigkeit, Reinheit, Ausgeglichenheit, Klarheit, Heiterkeit.
  • Rajas zeichnet sich durch die Aspekte Aktivität, Impulsivität, Ruhelosigkeit, Leidenschaft, Wachstum, Evolution, Wechsel aus.
  • Tamas wird mit Dunkelheit, Schwere, Widerstand, Ignoranz, Schwerfälligkeit, Trägheit beschrieben.

Prakriti besteht daher immer aus einer Kombination der drei genannten Qualitäten, wobei mal die eine, mal die andere vorherrscht. Das Bestreben eines Yogis ist es, in all seinen Handlungen, Gedanken und Gefühlen so „sattvisch“ wie möglich zu sein. Pures Sattva ist in der materiellen Welt zwar nicht erreichbar, aber Körper und Geist können mit den Techniken des Yoga dahin gebracht werden, die negativen Einflüsse der Qualitäten Tamas und Rajas zu reduzieren. Tamas wird durch Rajas und Rajas durch Sattva überwunden.

Die Identifikation mit Prakriti bringt immer wieder Leid hervor, da es unbeständig ist. Deshalb geht es im Yoga darum, alles Materielle zu erforschen – ohne jedoch darin verhaftet zu sein –, um zum Kern, zum universellen Bewusstsein vorzudringen – oder anders gesagt: um eine Einheit zwischen Purusha und Prakriti zu erlangen.

 


Der Weg der Körperlichkeit entstand unter dem Einfluss des Tantrismus und führte erstmals nicht nur über Meditation und Selbsterkenntnis zur Begegnung mit dem Höchsten, sondern verstärkt über Körperübungen. Diese werden bis heute – wenngleich in abgewandelter Form – von den meisten Yogis praktiziert. Im Hatha Yoga dreht sich alles um Energiearbeit zur Lenkung des Energieflusses. Grundlagentext für diese Richtung ist die Hatha Yoga Pradipika.

 


Unter dem Einfluss des Tantrismus, dessen Vertreter zu Beginn des 6. Jahrhunderts die Idee entwickelten, dass alles, was ist, Ausdruck des Göttlichen sei – also auch der Körper – entstand ungefähr im 9. Jahrhundert der Hatha Yoga: der körperbezogene Übungsweg des Yoga. Auch hier ist grundlegende Erkenntnis das Ziel. Der Weg dahin führt jedoch erstmals nicht nur über Meditation, sondern auch über Körperübungen. Mit der Hatha Yoga Pradipika entstand eine Reihe praktischer Übungsanleitungen, die auch heute noch, wenngleich in abgewandelter Form, aktuell sind und von den meisten Yogis praktiziert werden. Hatha Yoga wurde damit zum Oberbegriff für alle körperlich orientierten Yogastile und steht für die Lenkung von Energien im Körper.

Hatha Yoga Pradipika: ha: Sonne; tha: Mond; Yoga: vereinen; Pradipika: Lämpchen (Licht auf).

 


In der Frühzeit bevölkerte eine Unzahl von Göttern den hinduistischen Pantheon – und jede Gottheit besaß klar umgrenzte Zuständigkeiten: So gab es den Gott des Donners, den Gott der Sonne, den Gott des Windes und noch viele mehr. Seit etwa 1.000 v. Chr. konzentrierten sich die religiösen Vorstellungen zunehmend auf die sogenannte Trimurti: die Dreieinigkeit von Brahma, Vishnu und Shiva.

Brahma – der Schöpfer – kreiert alles, was entsteht und wird meist väterlich dargestellt; da er es anschließend dem Gott Vishnu überlässt, sich um das weitere Schicksal alles Erschaffenen zu kümmern, wird er jedoch nur selten verehrt.

Vishnu – der Bewahrer der Welt – ist voller Mitgefühl und sorgt sich vor allem um die Menschen. Dementsprechend wird er heiß und innig verehrt und verfügt über eine große Anhängerschaft. Auf Abbildungen wird er oftmals auf der Schlange Adisesha liegend gezeigt, die ihn und die Welt mit ihren 1.000 Köpfen beschützt und die Hüterin aller Schätze ist. Um allen Kreaturen zu helfen, verließ Vishnu bereits neun Mal seine bequeme Stätte, um neu in dieser Welt zu wirken. Rama, Krishna und Buddha sind wohl seine bekanntesten Inkarnationen. Der Legende nach befahl Vishnu seiner Schlange Adisesha, in Patanjali zu inkarnieren, damit er eine praktische Form des Yoga zu den Menschen bringe.


Shiva – der Zerstörer – symbolisiert das Sterben, den Tod und die Veränderung. Er zerstört alles, was Brahma geschaffen hat – auch Illusionen, Konzepte, Muster und Gewohnheiten. Daher ist er auch der Gott der Yogis: Er schafft Platz für Neues und macht Transformation möglich. Dargestellt wird er vielfach mit Dreizack und lodernden Haaren oder als Tänzer.

 


Die Geschichte des Yoga hat im Wesentlichen fünf Hauptwege hervorgebracht, die in der heutigen Praxis häufig miteinander kombiniert werden, da sie sich keineswegs widersprechen, sondern sich vielfach ergänzen: Bhakti Yoga, Karma Yoga, Jnana Yoga, Raja Yoga und Hatha Yoga.

 


Beim letzten Niyama, dem 2. Glied des achtgliedrigen Pfads nach Patanjali, geht es darum, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, dass vieles nicht im Einflussbereich der eigenen Macht liegt. Ob diese Akzeptanz – dieses „Loslassen“ – in Form der Hingabe an eine Göttlichkeit erfolgt oder als eine Art Grundvertrauen in das Leben an sich oder auch in eine höhere Kraft, bleibt jedem selbst überlassen.

 


Yoga ist eine der ältesten Lehren und Methoden, die sich mit der Gesamtheit des Menschen – Körper, Geist und Seele – und seiner Harmonie und Einheit beschäftigt. Der Übungsweg des Yoga blickt auf mindestens 3.500 Jahre gesammeltes Wissen über die Struktur des Körpers und die Funktionsweise des Geistes zurück. Auf diesem Weg wurden zahlreiche mögliche Störungen erforscht und wirkungsvolle Übungen entwickelt, die diese Störungen nachhaltig vermindern oder beheben – zum Ziel des menschlichen Seelenfriedens.

 


In Indien ist Yoga seit mehr als 3.500 Jahren bekannt. Nomaden aus Zentralasien (Arier) drangen seit 1500 v. Chr. immer weiter in den indischen Subkontinent vor und brachten – zusammen mit ihrer Gesellschaftsordnung, dem Kastenwesen – eine Geistesdisziplin mit, die sie „Yoga“ nannten. Diese beinhaltet Methoden, den Geist so einzusetzen, dass die Sinne unter Kontrolle sind und der Körper beherrscht werden kann. Um es mit einem Bild auszudrücken: Der Geist hält als Wagenlenker die fünf Sinne im Zaum, spannt sie vor den Wagen – den Körper – und gibt ihm die Richtung an.

Das indische Kastensystem

  1. Oberstand/Lehrstand (Brahmanen): Priester, Hüter und Lehrer des Wissens und der Wahrheit (der Veden)
  2. Wehrstand (Kshatrya): Beamte, Könige, Adlige, Krieger und Soldaten
  3. Nährstand (Vaishya): Bauern und Händler, Handwerker
  4. Arbeiter (Shudra): Diener der oberen Stände
  5. Die nicht als Kaste anerkannten Unberührbaren (Dalit): Tagelöhner, Bettler und gesellschaftlich Verachtete

 


Der Weg der Weisheit wird mit Hilfe von Wissen, Verstand, Intellekt und Unterscheidungsvermögen beschritten. Zu Selbsterkenntnis gelangt der Jnana Yogi zum einen durch die geistige Suche nach Wahrheit, indem er die alten Schriften studiert und durch Selbstreflexion die Struktur des Geistes erkennt; zum anderen dringt er durch Meditation in Schichten jenseits des Intellekts vor und gelangt so zu weiteren intuitiven Erkenntnissen. Ein Jnana Yogi geht davon aus, permanent zu lernen – wobei alles ein Lehrer sein kann: die alten Schriften, Gurus (Lehrer) und Satsangs (Gemeinschaften Wahrheitssuchender) ebenso wie der gewöhnliche Alltag.